Waagerechte deutsche Deckung (Bogenschnitt)

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Die folgenden Bilder zeigen eine Zeichnung der waagerechten deutschen Deckung im Maßstab 1:5 auf einem DIN A4 Blatt im Querformat.

Die Modellbreite ist mit 1,20m vorgegeben.

Seitliche Überstände und der Traufenüberstand bleiben unberücksichtigt. Die Fläche wird als Rechtsdeckung ausgeführt, Fußgebinde und First werden links gedeckt.

Die Fußplatten werden in der Zeichnung mit "Ferse auf Spitze" gedeckt. Auf eine hängende Ferse wird in der zeichnerischen Darstellung verzichtet.

Einteilung

Damit die Zeichnung optimal auf ein DIN A4 Blatt im Querformat passt, wird die Trauflinie 3cm vom unteren Blattrand aus gezeichnet. Der Abstand der linken Ortkante vom linken Blattrand beträgt auch 3cm. Im Maßstab beträgt die Modellbreite 24cm. Die gesamte Höhe des gezeichneten Modells wird 16cm betragen.

Von der Traufe wird die Plattenhöhe (4cm) nach oben gemessen und die erste Kopflinie wird parallel zur Traufe als gestrichelte Linie gezeichnet.

Von der ersten Kopflinie wird im Abstand von einem cm (entspricht 5cm Höhenüberdeckung) nach unten die erste Gebindelinie gezeichnet. Von dieser Gebindelinie werden wieder 4cm nach oben zur nächsten Kopflinie gemessen und von der Kopflinie wieder einen cm nach unten zur nächsten Gebindelinie. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis sich insgesamt 5 Gebinde decken lassen.

Wenn Kopf- und Gebindelinien im richtigen Abstand gezeichnet wurden, bleibt von der letzten Kopflinie bis zum First ein Abstand von 3cm.

WaagDD ohne.JPG


Fußgebinde (Gegengebinde)

Das Fußgebinde beginnt am rechten Ort mit der Anfangfußplatte. Diese besteht aus einer halben 40/20er Platte und bekommt einen kleinen halbrunden Bogen (3mm x 3mm).

Achtung: Alle Brustkanten und alle Linien im Bereich der Höhenüberdeckung gestrichelt (später unsichtbar) zeichnen.

Im Maßstab 1:5 ist die Endfußplatte mind. 3,4cm (17cm im Original) und max. 6,4cm (32cm im Original) lang. Sie bekommt am Ort den gleichen Bogen wie die Anfangfußplatte.

Die Mindestbreite von 17cm begründet sich über die Befestigung, die ausschließlich in der Höhenüberdeckung erfolgt. Zum Befestigen mit drei versetzten Nägeln stehen von den 17 cm nur 6-7cm zur Verfügung (17cm - 4cm SÜ - 4cm seitlicher Überstand - 2 bis 3cm Abstand zur Außenkante der Schalung)= 6cm

Für die Endorte stehen Platten mit einer maximalen Länge von 40cm zur Verfügung. Der erste Endort endet auf der Mitte der letzten Deckplatte, mit einer sichtbaren Breite von 16cm (16 : 2 = 8cm). Ist die Endfußplatte größer als 32 cm, endet die Ortplatte vor der Hälfte der letzten Deckplatte im Fußgebinde.

WaagDD Fuss2.JPG


Anfangorte

Die Bögen der Stichplatten sind in der Zeichnung am Ortgang 4mm (2cm im Original) hoch und 8mm (4cm im Original) auf der Gebindelinie lang. Stichplatten sind ungefähr so hoch wie die Gebindehöhe und etwas länger als die halbe Ortlänge. Im dritten Deckgebinde stößt die Stichplatte mit ihrer Spitze vor den Rücken einer Deckplatte (geschlossene Deckung).

Die Bögen der Ortplatten sind 1,4cm (7cm im Original) hoch und laufen geschwungen bis auf die Mitte der Ortplatte. Im dritten Deckgebinde ist der Abstand von der Ortkante bis zum zweiten Plattenrücken kleiner als 8cm (40cm im Original). In diesem Fall endet der Bogen der Ortplatte kurz vor dem Rücken der ersten Deckplatte und der Anfangort wird um 3,2cm (16cm im Original) größer.

WaagDD Anfangort.JPG


Endorte

Die Endorte sollen so lang wie möglich sein. In der Zeichnung sind das 8cm (40cm im Original).

Beim ersten Endort wird nach der Stichplatte eine Zwischenplatte gedeckt. Der Bogen der Stichplatte am Endort ist genauso groß wie an den Anfangortstichplatten (4mm hoch, 8mm breit im M 1:5). Der Bogen der Zwischenplatte beginnt am Ort bei ca. einem cm (5cm im Original) und liegt in der fertigen Zeichnung mittig zwischen dem Stichplattenbogen und dem Anfang des Endplattenbogens.

Die Bögen der Ortplatten beginnen am Ort bei 1,4cm (7cm im Original) und laufen geschwungen auf die Ferse der Endortplatte. Hierbei bleibt ein kleiner Fuß von ca. 8mm stehen, weil sonst die Spitze der Stichplatte zu sehen wäre.

WaagDD Endort.JPG


Firstgebinde

Das Firstgebinde wird in die gleiche Richtung gedeckt wie das Fußgebinde. Dabei liegen die Fersen der Firstplatten mittig auf der sichtbaren Breite der Platten aus dem letzten Deckgebinde.

Die Eckfirstplatten sind in ihrer Größe dementsprechend anzupassen.

Die Schlussplatte kann in ihrer Breite variieren.

WaagDD First.JPG


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