Holz: Unterschied zwischen den Versionen

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Auch hier ist die Verfügbarkeit begrenzt und daraus resultiert der hohe Preis. Allerdings ist Lärche aufgrund des hohen Harzanteils sehr gut vor Fäulnis geschützt und wird gerne (auch ungeschützt) im Außenbereich verwendet. Der Nachteil beim Verarbeiten des Materials liegt in der Verharzung der Werkzeuge. So kann es sein, dass z. B. Kreissägeblätter gereinigt werden müssen obwohl sie noch scharf sind.
 
Auch hier ist die Verfügbarkeit begrenzt und daraus resultiert der hohe Preis. Allerdings ist Lärche aufgrund des hohen Harzanteils sehr gut vor Fäulnis geschützt und wird gerne (auch ungeschützt) im Außenbereich verwendet. Der Nachteil beim Verarbeiten des Materials liegt in der Verharzung der Werkzeuge. So kann es sein, dass z. B. Kreissägeblätter gereinigt werden müssen obwohl sie noch scharf sind.
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Aus diesem Grund sind "nordische Hölzer", die langsam gewachsen sind in der Regel tragfähiger als Hölzer aus gemäßigten Klimazonen.
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* [[Ökologische Bedeutung von Holz]]
 
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Aktuelle Version vom 2. Mai 2018, 17:38 Uhr

Holzarten

Man unterscheidet im Wesenlichen zwei Holzarten:

Laubholzbäume

z.B. Eiche, Buche, Esche usw.

Eiche ist ein heimisches Hartholz. Durch die in Eiche enthaltene Gerbsäure hat das Holz einen natürlichen Fäulnisschutz und ist bei dauerhaft nasser Lagerung (Pfahlgründung von Venedig) genauso unbegrenzt haltbar wie im dauerhaft trocken eingebauten Zustand (Dachstühle aus dem Mittelalter). Als Bauholz hat Eiche heute nur im Bereich des Denkmalschutzes seine Bedeutung. Von der Pflanzung bis zur Schlagreife von Wertholz (Umtriebszeit) vergehen bei Eiche ca. 120 Jahre, deshalb ist diese Holzart für die normale Verwendung als Konstruktionsholz zu teuer.

Buche ist ebenfalls ein heimisches Hartholz. Obwohl die Härte von Buche ähnlich hoch ist wie bei Eiche, ist eine Anwendung im Außenbereich nicht möglich. Buche reagiert empfindlich auf Feuchtigkeit. Bereits nach wenigen Tagen zeigen sich Stockflecken bei freier Bewitterung. Buche ist ein typisches Möbelholz oder als Furnier Basis für hochfeste Platten für den Innenbereich (Multiplex).

Esche ist extrem langfaserig und zäh. Es wird für hochwertige Werkzeuggriffe z. B. an Äxten und Hämmern eingesetzt

Nadelholzbäume

z.B. Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche

Fichte und Tanne sind heimische Holzarten und im eingeschlagenen Zustand kaum zu unterscheiden. Bei der Fichte hängen die Zapfen und bei der Tanne stehen sie. Die innere Struktur macht sie zu Konstruktionshölzern die ausreichend biege- und druckfest sind. Durch die vergleichsweise kurze Umtriebszeit von ca. 80 Jahren ist besonders die Fichte im Vergleich zu anderen Baumarten preiswert.

Die Kiefer wird wegen ihrer schönen Maserung oft im Möbelbau verwendet. Für eine Verwendung am Bau ist sie zu teuer, weil sie auf sandigen Böden wächst und deshalb nicht so häufig vorkommt.

Lärche ist der einzige Nadelbaum, der im Winter seine Nadeln abwirft. Auch hier ist die Verfügbarkeit begrenzt und daraus resultiert der hohe Preis. Allerdings ist Lärche aufgrund des hohen Harzanteils sehr gut vor Fäulnis geschützt und wird gerne (auch ungeschützt) im Außenbereich verwendet. Der Nachteil beim Verarbeiten des Materials liegt in der Verharzung der Werkzeuge. So kann es sein, dass z. B. Kreissägeblätter gereinigt werden müssen obwohl sie noch scharf sind.

Holz als Werkstoff

Es kommt auf dem Bau als

*  Bauschnittholz
*  Holzwerkstoff

zum Einsatz.

Vor- und Nachteile von Holz als Werkstoff

Vorteile

  • CO² neutraler Energielieferant (nachwachsender Rohstoff)
  • ist relativ gut wärmedämmend und gleichzeitig wärmespeichernd
  • leichter zu bearbeiten als Stahl oder Beton
  • Holz ist hygroskopisch (nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie auch wieder ab, gutes Raumklima)

Nachteile


Aufbau des Holzes

Die Hauptbestandteile von Holz sind Cellulose (ca. 50%), Cellulosebegleiter (ca. 25%) und Lignin (ca.25%).

Holzquerschnitt.JPG

Im Stammquerschnitt dieses Fichtenstammes sind folgende Schichten zu erkennen:


  • Borke - unbelebte äußere Schutzschicht
  • Rinde - belebte äußere Schutzschicht
  • Bast - senkrechter Nährstofftransport
  • Kambium - jährliche Zuwachsschicht
  • Jahresringe mit Frühholz und Spätholz
  • Markröhre und Markstrahlen - Nährstoffverteilung über den Stammquerschnitt



Jahresringe.JPG

Ein Jahresring läßt sich farblich sehr gut daran erkennen, dass er aus Frühholz und Spätholz besteht. Im Winter ist der Zuwachs langsam, die Zellen sind dichter und damit dunkler (Spätholz, kleine Zellen mit dicken Zellwänden). Im Frühjahr und Sommer ist der Zuwachs kräftig, die Zellen sind größer und damit heller (Frühholz, große Zellen mit dünnen Zellwänden).

Beim Trocknen des Holzes entstehen oft Querrisse. Diese verlaufen oft entlang der Zellstrukturen der Markstrahlen.




Die Dichte und Gleichmäßigkeit der Jahresringe ist für die Tragfähigkeit des Holzes von entscheidender Bedeutung.

Merke: Je größer der Spätholzanteil, desto höher die Tragfähigkeit! Aus diesem Grund sind "nordische Hölzer", die langsam gewachsen sind in der Regel tragfähiger als Hölzer aus gemäßigten Klimazonen.


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