Fußeinteilung deutsche Deckungen: Unterschied zwischen den Versionen

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Bei der deutschen Deckung mit der Bogenschnittschablone wird im allgemeinen eine Platte mit den Maßen 30/30 cm eingesetzt. Für diese Platten haben sich [[Praxisgerechte Fußlänge#Tabelle|praxisgerechte Fußlängen]] in Abhängigkeit von der Dachneigung herausgestellt. Mit dieser Fußlänge wird die Dachfläche eingeteilt. Man beginnt mit einem Fussgebinde dessen Breite der Plattenhöe entspricht. Danach wird so lange wie möglich mit der Fußlänge aus der Tabelle eingeteilt. Zum Schluss bleibt ein Rest.
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Bei der deutschen Deckung mit der Bogenschnittschablone wird im allgemeinen eine Platte mit den Maßen 30/30 cm eingesetzt. Für diese Platten haben sich [[Praxisgerechte Fußlänge#Tabelle|praxisgerechte Fußlängen]] in Abhängigkeit von der Dachneigung herausgestellt. Mit dieser Fußlänge wird die Dachfläche eingeteilt.  
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Häufig erhalten wir von eingesessenen Dachdeckermeistern die Kritik, dass sie niemals auf diesem Weg die Fußlänge ermittelt hätten oder ermitteln würden. Vielmehr würden sie die Fußeinteilung per Augenmaß vornehmen. Diese Anleitung stünde auch nicht in den Fachregeln.
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Diese Kritik ist berechtigt, denn es gibt wirklich keinerlei Vorschriften zur Fußeinteilung in den Fachregeln. Ein erfahrener Schieferdecker nimmt die Fußeinteilung auf Grund seiner reichen Berufserfahrung vor und hält dabei die wenigen in den Fachregeln vorgegebenen Regeln, wie z.B. Mindestüberdeckung, Mindestgebindesteigung, ein. Die nachfolgende Anleitung soll jedoch dem unerfahrenen Dachdecker eine Hilfestellung sein, wie er die Fußeinteilung vornehmen könnte und dabei regelkonform ausführt.
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* Die Breite des Endfußsteins (ganz links bei dieser Rechtsdeckung) gemessen in Rückenhöhe entspricht der Decksteingröße.
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Zunächst muss man für die an der Traufe verwendete Steingröße ein paar Maße berechnen:
  
 
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Zusätzlich wird noch ein Hilfslinie im Abstand ''Rückenhöhe'' über der Trauflinie gezogen, denn in dieser Höhe wird die Einteilung der Traufe vorgenommen.
  
 
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Auf dieser Hilfslinie wird die ''maximale Fußlänge'' für die vorgegebne Decksteinhöhe bestimmt, wie im Bild angezeigt.
 
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Nun ist ein weiterer Satz Berechnungen durchzuführen, um die optimale Fußlänge zu ermitteln, denn wenn man die Traufe mit der oben ermittelten max. Fußlänge einteilen würde, würde sich in den meisten Fällen ein unerwünschter Rest ergeben. Die Fußgebinde sollen jedoch alle möglichst gleich breit sein.
  
 
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'''Anmerkung:''' Rundet man im dritten Schritt fälschlicherweise ab, so wird die maximal zulässige Fußlänge überschritten und damit die Mindestgebindesteigung unterschritten.
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'''Anmerkung:''' Rundet man im dritten Schritt fälschlicherweise das Ergebnis ab und berechnet mit dem kleineren Wert die optimale Fußlänge in der vierten Zeile, so wird die maximal zulässige Fußlänge überschritten und damit die Mindestgebindesteigung unterschritten.
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[[Bild:Fusseinteilung_altd.png|left]] Danach kann man die Trauflänge mit den Maßen für die Steinhöhe und die ''tatsächliche Fußlänge'' einteilen.
  
[[Bild:Fusseinteilung_altd.png|left]] Danach kann man die Trauflänge mit den Maßen für die Steinhöhe und die tatsächliche Fußlänge einteilen.
 
 
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==weiterführende Links==
 
==weiterführende Links==
* [[Einteilung der Dachfläche bei den deutschen Deckungen]]
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* [[Einteilung der Dachfläche bei den deutschen Deckungen|Ermitteln der Kopf- und Fußlinien (Abschnüren)]]
 
* [[Fußeindeckung altdeutsch|Fußeindeckung der altdeutschen Deckung]]
 
* [[Fußeindeckung altdeutsch|Fußeindeckung der altdeutschen Deckung]]
 
* [[Fußeindeckung - Bogenschnittdeckung|Fußeindeckung der Bogenschnittdeckung]]
 
* [[Fußeindeckung - Bogenschnittdeckung|Fußeindeckung der Bogenschnittdeckung]]

Aktuelle Version vom 31. März 2019, 18:41 Uhr


Deutsche Deckung Bogenschnitt (Bogenschnittdeckung)

Einteilung

Fusseinteilung fz.png

Bei der deutschen Deckung mit der Bogenschnittschablone wird im allgemeinen eine Platte mit den Maßen 30/30 cm eingesetzt. Für diese Platten haben sich praxisgerechte Fußlängen in Abhängigkeit von der Dachneigung herausgestellt. Mit dieser Fußlänge wird die Dachfläche eingeteilt.

Man beginnt auf der linken Seite mit einem (End-)Fussgebinde, dessen Breite der Plattenhöhe entspricht, wie im Foto für eine Rechtsdeckung abgebildet. Danach wird so lange wie möglich von links nach rechts mit der Fußlänge aus der Tabelle eingeteilt. Zum Schluss bleibt in den meisten Fällen ein Rest (x-Gebinde).

Anmerkung
Selbstverständlich kann die Einteilung auch andersartig vorgenommen werden, solange die 
Mindestüberdeckung, die Mindestgebindesteigung, gleichmäßige Fußlängen usw. eingehalten wird. Mit 
dieser hier beschriebenen Vorgehensweise ist die Einhaltung der Seitenüberdeckung gewährleistet.

Video

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Video: Fußeinteilung Deutsche Deckung Bogenschnitt

Schuppendeckung

Bei der Schuppendeckung kann man die Traufe genau wie bei der Deutschen Deckung mit der Bogenschnittschablone einteilen. Da es jedoch keine einheitliche Steingröße gibt, die Steingröße sich nach der Dachneigung richtet, muss man die Fusslänge durch Auslegen ermitteln.

Altdeutsche Deckung

Vorwort

Häufig erhalten wir von eingesessenen Dachdeckermeistern die Kritik, dass sie niemals auf diesem Weg die Fußlänge ermittelt hätten oder ermitteln würden. Vielmehr würden sie die Fußeinteilung per Augenmaß vornehmen. Diese Anleitung stünde auch nicht in den Fachregeln.

Diese Kritik ist berechtigt, denn es gibt wirklich keinerlei Vorschriften zur Fußeinteilung in den Fachregeln. Ein erfahrener Schieferdecker nimmt die Fußeinteilung auf Grund seiner reichen Berufserfahrung vor und hält dabei die wenigen in den Fachregeln vorgegebenen Regeln, wie z.B. Mindestüberdeckung, Mindestgebindesteigung, ein. Die nachfolgende Anleitung soll jedoch dem unerfahrenen Dachdecker eine Hilfestellung sein, wie er die Fußeinteilung vornehmen könnte und dabei regelkonform ausführt.

Fusseinteilung altdtsch.png

Die Fußeindeckung soll am Ende, wie in diesem Bild dargestellt, aussehen. Dabei ist folgendes vorgegeben:

* Die Fußeinteilung wird in Rückenhöhe des Gebindesteins vorgenommen, da auf dieser Linie die Deckgebinde beginnen.
* Die Breite des Endfußsteins (ganz links bei dieser Rechtsdeckung) gemessen in Rückenhöhe entspricht der Decksteingröße.
* Die Fußgebinde (in diesem Fall drei) sind alle in etwas gleich breit (gemessen in Rückenhöhe).



Schritt-für-Schritt-Anleitung

Zunächst muss man für die an der Traufe verwendete Steingröße ein paar Maße berechnen:

Höhenüberdeckung = Steinhöhe * 29 / 100 
Gebindehöhe = Steinhöhe - Höhenüberdeckung
Rückenhöhe des Gebindesteins = Gebindehöhe / 3
Max fusslaenge1.png

Danach ermittelt man die Mindestgebindesteigung. Jedoch wählt man als Radius des Viertelkreises die Steinhöhe


Max fusslaenge2.png

Zusätzlich wird noch ein Hilfslinie im Abstand Rückenhöhe über der Trauflinie gezogen, denn in dieser Höhe wird die Einteilung der Traufe vorgenommen.


Max fusslaenge3.png

Auf dieser Hilfslinie wird die maximale Fußlänge für die vorgegebne Decksteinhöhe bestimmt, wie im Bild angezeigt.

Nun ist ein weiterer Satz Berechnungen durchzuführen, um die optimale Fußlänge zu ermitteln, denn wenn man die Traufe mit der oben ermittelten max. Fußlänge einteilen würde, würde sich in den meisten Fällen ein unerwünschter Rest ergeben. Die Fußgebinde sollen jedoch alle möglichst gleich breit sein.

Trauflänge - Steinhöhe = aufzuteilendes Traufmaß 
aufzuteilendes Traufmaß / max Fußlänge
Das Ergebnis ist aufzurunden und ergibt die Anzahl Fussgebinde
aufzuteilendes Traufmaß / Anzahl Fussgebinde = tatsächliche Fußlänge

Anmerkung: Rundet man im dritten Schritt fälschlicherweise das Ergebnis ab und berechnet mit dem kleineren Wert die optimale Fußlänge in der vierten Zeile, so wird die maximal zulässige Fußlänge überschritten und damit die Mindestgebindesteigung unterschritten.

Fusseinteilung altd.png
Danach kann man die Trauflänge mit den Maßen für die Steinhöhe und die tatsächliche Fußlänge einteilen.


weiterführende Links